Musikkapelle Friedrichshafen-Fischbach e.V. 1903
Musikkapelle Friedrichshafen-Fischbach e.V. 1903

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Musikkapelle Friedrichshafen-Fischbach e.V. 1903
Klufternerstraße 44
88048 Friedrichshafen

 

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...ein Auszug aus der Vereinschronik!
 

In einer Zeit, in der in umliegenden Nachbargemeinden Musikkapellen bereits auf eine über hundertjährige Tradition zurückblicken konnten, wurde auch in Fischbach der Wunsch nach einer eigenen Musikkapelle laut. So konnte die Musikkapelle Immenstaad im Jahre 1901 das hundertjährige Bestehen feiern und in Berg, wo im Jahre 1802 eine Musikkapelle gegründet wurde, stand diese um die Jahrhundertwende bereits in seiner vollen Blütezeit. Auch in Ailingen bestand schon seit über 50 Jahren eine Kapelle, als sich im Jahre 1903 in Sachen Musik auch in Fischbach etwas regte. Kapellmeister Wilhelm Pfleghaar aus Immenstaad bildete sieben junge Männer im Instrumentenblasen aus und mit Hermann Kessinger an der Spitze wurde im Jahre 1903 die Musikgesellschaft Fischbach gegründet. Am 25. Februar 1904, dem Geburtstag des Königs, trat die Kapelle zum ersten Mal vor der Öffentlichkeit auf und spielte in der Besetzung folgender Gründungsmitglieder:

 

1. Hermann Kessinger Dirigent und Es-Klarinette

2. Hermann Büchele Tromba in Es

3. Franz Sauter 1. Tenorhorn

4. Georg Kast 2. Tenorhorn

5. Alfred Müller B-Klarinette u. 2. Flügelhorn

6. Gottlob Wagner 1. Flügelhorn in B

7. Franz Speth Bass in Es

Die Gründungsmitglieder beim Musikfest im Jahre 1953 - Die Musikkapelle Fischbach

Mit Sicherheit war es der erste "große Auftritt" der Musikgesellschaft Fischbach, als sie am 25. Februar 1905 unter der Leitung von Kapellmeister Wilhelm Pfleghaar aus Immenstaad Seiner Majestät König Wilhelm II. von Württemberg im Buchhorner Hof in Friedrichshafen ein Geburtstagsständchen spielte. Zu dieser Zeit hatte die Stadt Friedrichshafen noch keine Stadtkapelle. In den Jahren der Entstehung wuchs die Zahl der aktiven Musiker sehr schnell an und im Jahre 1907 umfaßte die Kapelle bereits eine stattliche Anzahl von 15 Musikern. Auch auf das äußere Bild der Kapelle wurde Wert gelegt, was schließlich dazu führte, daß 18 Musiker im Jahre 1910 mit einheitlichen blauen Röcken eingekleidet wurden.Nach der Ausbildung von weiteren Musikerzöglingen nach dem 1. Weltkrieg hatte die Kapelle schließlich einen musikalischen Stand erreicht, der es ihr ermöglichte, sich zum ersten Mal bei einem Preisspielen zu beteiligen. So konnte die Kapelle im Jahre 1921 in Langenargen, wo übrigens auch schon seit dem Jahre 1828 eine Musikkapelle existierte einen ersten Preis erreichen und im Jahre 1924 holte sich die Kapelle mit damals 20 Aktiven in Friedrichshafen einen Pokal. Die Zahl der aktiven Musiker schwankte in der Zeit von 1925 bis 1942 zwischen 20 und 25.

Zu erwähnen ist hierbei, daß im Jahre 1927 sieben Brüder der Familie Kekeisen in der Kapelle musizierten. Die Familie Kekeisen stellte damals auch das Probelokal. Im Jahre 1928 konnte die Musikkapelle Fischbach ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Dem Festgottesdienst in der St.Vitus Kirche schloß sich die Geburtstagsfeier im Gasthaus Traube an, wo dann auch eine Ordensverleihung stattfand. Am 10. November 1932 kehrte Flugkapitän Wolfgang von Gronau von dem ersten Weltflug (40.000 km) mit dem Seeflugzeug DO-Wal zurück. Er wurde auf dem Flughafen in Manzell von einer jubelnden Menschenmenge empfangen und auch mit den Klängen der Musikkapelle Fischbach begrüßt. Nicht nur die kirchlichen Anlässe in Fischbach wurden von der Musikkapelle musikalisch umrahmt bis zum Jahr 1929 wurde sie auch zu den Kirchenfesten nach Schnetzenhausen und bis 1938 nach Jettenhausen gerufen. Durch die Einberufung zahlreicher Musiker zum Kriegsdienst war die Kapelle während der Kriegsjahre stark dezimiert. Bei der Generalversammlung am 8. Januar 1945 waren lediglich 8 Musiker anwesend.

Fasnach im Jahre 1924 - Die Musikkapelle im Jahre 1934

Im Juni 1946 war eine Versammlung zur Gründung des "Musikvereins Fischbach" einberufen worden und im Cafe Maier wurde von 72 Mitgliedern ein Verein mit passiven Mitgliedern gegründet. Zwei Jahre später zählte der Verein bereits 27 aktive und 103 passive Mitglieder. Seit dem Jahr 1948 hält der Verein alljährlich zur Sommerzeit auf dem Fildenplatz am Seeufer in Fischbach sein "Waldfest" ab, welches neben den Waldfesten des "Männergesangverein Liederkranz" und des "Turn- und

 

Sportverein" heute zu einem festen Bestandteil des Fischerbacher Sommerprogramms geworden ist. Diese Feste unter freiem Himmel locken alljährlich tausende Besucher an den Fischbacher Strand und sind bei den Einheimischen genau so beliebt wie bei den Urlaubsgästen. Die Zeit von 1947 bis 1950 brachte der Kapelle mehrere Dirigentenwechsel. Dirigent Hans Keser übernahm die Kapelle im Jahr 1950 und schon ein Jahr später konnte die Kapelle unter seiner Leitung beim Musikfest in Immenstaad und beim Verbandsmusikfest in Leutkirch in der Mittelstufe die Berwertung "vorzüglich" erreichen. Gegen Ende des Jahres 1951 kam es innerhalb des Vereines zu ernsten Meinungsverschiedenheiten, die trotz mehrerer Schlichtungsversuche durch den Bund Süddeutscher Volksmusiker nicht aufgehoben werden konnten. Nach der Wahl einer neuen Vorstandschaft traten die ehemalige Vorstandsmitglieder und mehrere Musiker aus dem Verein aus und gründeten anno 1952 die Bürgerkapelle Spaltenstein. Das Jahr 1953 stand für den Musikverein im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Am 30. und 31. Mai wurde in Fischbach das Kreismusikfest, verbunden mit der Fahnenweihe, ausgiebig gefeiert. Zahlreiche Musikkapellen aus dem In und Ausland wurden zu diesem Anlass willkommen geheißen. Beim Kreismusikfest in Zußdorf beteiligte sich die Kapelle 1956 wieder einmal an einem Wertungsspiel. Die Leitung der Kapelle hatte damals Kapellmeister Christian Kornett, der mit den 32 Musikern in der Oberstufe einen 1. Rang erreichte. Dies gelang in weiterer Folge im Juli 1958 in Ravensburg und im August 1960 in Sulzberg noch einmal. Nicht nur auf deutschem Boden, sondern auch hinüber in die Schweiz, wurden in den folgenden Jahren mit anderen Musikkapellen freundschaftliche Banden geknüpft. Die kameradschaftliche Verbindung mit der Musikkapelle Zürich- Oerlikon führte den Musikverein im Jahre 1963 zu den Oerlikoner Herbstmusiktagen und fand dort eine begeisterte und herzliche Aufnahme.

Musikverein Fischbach und Bürgerkapelle Spaltenstein am 4. September 1955! Der Musikverein Fischbach beim Umzug in Zürich im Jahre 1959 Ehrenmitglieder mit den Musikern des Musikverein Fischbach im Jahre 1956

Musikverein Fischbach und Bürgerkapelle Spaltenstein am 4. September 1955! Der Musikverein Fischbach beim Umzug in Zürich im Jahre 1959 Ehrenmitglieder mit den Musikern des Musikverein Fischbach im Jahre 1956. Auch das 60-jährige Bestehen der Kapelle war ein Grund zum Feiern. Mit einem großen Musikfest wurde im Sommer 1963 der Gründung der Kapelle vor 60 Jahren gedacht. Mit dem dreitägigen Fest wurden in Fischbach wieder eine beachtliche Anzahl von Musikkapellen und Musikfreunden vereint. Eine neue Epoche in der musikalischen Geschichte Fischbachs zeichnete sich im Jahre 1968 ab, als zwischen Vertretern des Musikvereins Fischbach und der Bürgerkapelle Spaltenstein ernstgemeinte Verhandlungen und zahlreiche Besprechungen wegen einer Wiedervereinigung beider Kapellen geführt wurden. In den kameradschaftlich gestalteten Fusionsverhandlungen wurden sich die Vertreter beider Kapellen über die wesentlichen Punkte einig. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 19. Januar 1969 beschlossen die zahlreich erschienenen Mitglieder einstimmig den Zusammenschluß beider Kapellen und gaben dem Verein, der nun aus 40 aktiven Musikern und 11 Zöglingen bestand, den Namen "Musikkapelle Friedrichshafen-Fischbach e.V. 1903". Die Verbindung beider Kapellen zu einem leistungsfähigen Orchester wurde von der Fischbacher Bevölkerung sehr begrüßt und dürfte wohl den wichtigsten und bedeutendsten Meilenstein in der Vereinsgeschichte darstellen. Eine starke Zunahme der passiven Mitgliederzahl war der Beweis, daß hier eine gute Entscheidung getroffen worden war. Unter der Leitung des Dirigenten Helmut Wohlhüter, der im Jahr 1967 den Taktstock von seinem Vorgänger Hans Keser übernommen hatte, nahm die Kapelle 1970 erstmals nach der Vereinigung am Wertungsspiel in Ravensburg teil und erspielte in der Mittelstufe einen 1. Rang.

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